
Spreewälder Landgasthof & Hotel „Zum Stern“ Werben
Inhaber Familie Schlodder-Franke
Burger Straße 1
03096 Werben / Spreewald
Tel.: (03 56 03) 66-0
Fax: (03 56 03) 66-199
info(at)spreewald-kraeutermanufaktur.de
Anfahrt Kräutermanufaktur
Selbst ernten, zubereiten und genießen.
Getreu der Idee “Vorwärts zurück zur Natur“ werden Spreewälder Traditionen mit Leben erfüllt.
Spreewälder Stiefmütterchen -Werkstatt:
Ein Rückblick der letzten 50 Jahre – Stiefmütterchen gehören zu den interessantesten und buntesten Blumengestalten in meinen Kulinarischen Leben. Sie begleiten mich seit frühester Kindheit vom zeitigen Frühjahr bis zum späten Herbst. Ich finde sie auf Wiesen, Feldern, Waldlichtungen...Ich liebe den Zauber meiner beliebtesten und bewährtesten Schmuckblüte auf Grund ihrer Farbenpracht die alles aufweist was ein Regenbogen uns schenkt. Einfach ihre Formen und Farben begeistern mich.
Aber die Wildgeschwister der Stiefmütterchen haben enormen Zuwachs bekommen durch die Züchtung durch den Menschen. Hier ist ein Füllhorn von Formen, Farben, Arten entstanden (1000) die ganze Kataloge füllen. Da reicht mir schon ein Vergleich der Wildpflanze mit einer gezüchteten Pflanze. Seit 1810 werden in Deutschland Gartenstiefmütterchen gezüchtet.
Ja unser Stiefmütterchen hat sich von der Wild-und Arzneipflanze zum Garten und Küchenliebling entwickelt. Interessant ist die Entwicklung des Namens heute über 200 Volksnamen und erst im 17. Jahrhundert Stiefmütterchen. Unser erhaltenes Schrifttum zeigt einiges auf:
So fand ich in einer alten griechischen Sage die von Gottesvater Zeus – der sich in die schöne Jo verliebte, sie vor dem Zorn seiner Gattin Hera retten wollte und in eine Kuh verwandelte. Das ließ die Erde zu ihrer Nahrung ein Blümchen aufsprießen, das errötete, erblaste, und erblaute – die Alten nannten es Flos Johvis – Jupiterblume. Ein dreifarbiges Veilchen Viola tricolor – unser Stiefmütterchen –
- Capitulare Kaiser Karl des Großen im 9 Jahrhundert
- Im Helmstedtdiensis erwähnt mit Akelei und Goldlack im 12 Jahrhundert
- Kräuterbuch von 1484 Peter Schöffer
- Kleinen Hortus Sanitatis 1485 damals Freisamkraut genannt
- Albrecht Dürer 1528 Ackerveilchen oder Stiefmütterchen
- Otto Brunfels Herbarium - Dreifaltigkeitsblume 1531
- Kurz vor Ausbruch des 30 jährigen Krieges 1718 taucht der Name auf der heute Kult is(s)t – Stiefmütterchen.
- In Kräuterbüchern werden Stiefmütterchen als Freisamkraut genannt – Bekämpfung von Fraisen Krämpfen außerdem bei Hautausschlägen.
- Man schwört auf schleimlösende, schweißtreibende, brechenerregende und abführende Wirkung .
- Heute noch ein Blutreinigungsmittel
- Ich sammle Blüten im Frühjahr bis Herbst und trockne sie.
- Stiefmütterchen haben einen sehr schwachen Geruch , beim zerreiben ist er pfirsichartig, der Geschmack schwach bitterlich etwas scharf
- Stiefmütterchen Tee
Teilnehmer: mindestens 6, maximal 12
Termine: nach Absprache
Ort: Burg/Spreewald, Spreewälder Kräutermanufaktur, Byhlegurer Straße 17
Preis pro Person: nach Vereinbarung